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Hatha-Yoga Praxis

 

Grundlegende Begriffe zur Unterrichtpraxis

Körperstellungen - Asanas

Der Begriff "Asana" kommt von der Sanskrit Verbform "as", was "sitzen, sich befinden, verharren", bedeutet. Asanas bezeichnen einerseits die meditativen Sitzhaltungen selbst, andererseits ein breites Spektrum an Übungen , die frei von Bewertung und Leistungsanspruch mit Achtsamkeit praktiziert werden. Als Asanas werden die Körperübungen im Yoga bezeichnet, bei denen eine bestimmte Stellung eine Zeit lang gehalten wird. Der richtige Atem, bewusstes Halten und das bewusste Auflösen des Asana sind wichtige Kriterien bei den Körperstellungen. Die Asana-Praxis lebt vom zielgerichteten Krafteinsatz und der Entspannung in der Anspannung (Dissoziation der Muskulatur). Wer so in den Haltungen verweilt, optimiert die Regeneration der Organe, stimuliert das Nervensystem, tonisiert die Muskulatur und bekommt ein Gefühl der Weite, welche die Meditation prägt. Die Asana-Praxis dient nicht nur der Stärkung des physischen Körpers, sondern fördert auch die seelischen und spirituellen Fähigkeiten.

Atemübungen - Pranayama

Die Wissenschaft der Kontrolle des Prana (Lebensenergie) heißt Pranayama.
Seit Jahrtausenden haben sich die Inder mit dem Atem beschäftigt und die Zusammenhänge von Atemmuster, Gefühlswelt und Geist untersucht. Auf der Basis profunder medizinischer Kenntnisse und philosophischer Überlegungen entwickelten sie verschiedene Atemübungen, mittels denen es gelingt, positiv auf die Gesundheit, das Lebensgefühl und die geistige Verfassung einzuwirken. Diese Übungen lassen sich unter dem Begriff "Pranayama" zusammenfassen. Zumeist wird bei ihrer Ausführung der Atem modifiziert, rhythmisiert und in den Atempausen angehalten. Es handelt sich dabei um fortgeschrittene Übungsweisen, die der behutsamen und erfahrenen persönlichen Anleitung bedürfen. Das Ziel von Pranayama ist es, eine Atmosphäre der wachsamen inneren Sammlung als ideale Ausgangsbasis für Meditation und Einsicht zu fördern.

Entspannung - Shavasana

Die Entspannung im Yoga geschieht auf drei Ebenen: Physische Entspannung (durch Autosuggestion), geistige Entspannung (durch die Atmung) und spirituelle Entspannung (durch Meditation). Als Shavasana wird die Tiefenentspannung bezeichnet, die am Ende einer Yogastunde durchgeführt wird. Sie dauert circa 15 Minuten und bewirkt, dass Stresshormone abgebaut, das Immunsystem gestärkt und geistige Stärke und Ruhe wiederhergestellt werden. Meditation Vorbereitende Asanas (Körperhaltungen) und einfache Pranayamas (Atemübungen) dienen der Hinführung zur Meditation und unterstützen das 'zur-Ruhe-kommen' der geistigen und emotionalen Aktivitäten. Die inneren Aktivitäten des Alltags treten nach und nach in den Hintergrund und ermöglichen die Entwicklung von Dharana (Konzentration), der bewussten Wahrnehmung des Augenblicks. So entsteht Raum für Dhyana (Reflektion) über wesentliche Fragen oder das achtsame Verweilen im 'Hier und Jetzt'. Dies ermöglicht ein Mehr an Klarheit und Kraft für den Alltag.

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